Zulassungsvoraussetzungen

Studium und praktische Tätigkeit

Zugelassen wird ein Antragsteller in allen drei Bereichen

  • mit einem abgeschlossenen Studium an einer staatlich anerkannten Hochschule oder Fachhochschule, Berufsakademie einer einschlägigen Fachrichtung, z. B. der Architektur, des Bauingenieurwesens, der Geodäsie, der Geographie, der Wirtschafts­wissenschaften, der Immobilien­bewertung, der Immobilien­wirtschaft, des Immobilien­managements oder der Rechtswissenschaften und
  • einer mindestens dreijährigen praktischen Tätigkeit als Sachverständiger für Immobilienbewertung bzw. schwerpunktmäßig Mitwirkung bei der Erstellung von Gutachten im Bereich der Immobilienbewertung innerhalb der letzten fünf Jahre vor Antragstellung.

Der Sachverständige hat in geeigneter Weise glaubhaft zu machen, dass die geforderte praktische Tätigkeit ausgeübt wurde (siehe Antragsformular). Für den Nachweis der Sachverständigentätigkeit in der Immobilienbewertung kann eine Liste über erstellte Gutachten angefordert werden. In dieser Liste aufgeführte Gutachten sind auf Anforderung in anonymisierter Form vorzulegen. Bei einem im Angestellten- oder Dienstverhältnis stehenden Antragsteller ist eine Bestätigung des Arbeitgebers erforderlich (siehe Antragsformular).

Berufsausbildung und praktische Tätigkeit

Alternativ zum Studium kommt als Vorbildung grundsätzlich eine sachgebiets­bezogene abgeschlossene Berufsausbildung mit Bezug zur Immobilienwirtschaft in Frage. Als Ausbildungsbereiche kommen insbesondere in Betracht:

  • Architektur-, Bau-, Vermessungs- und Liegenschaftswesen,
  • Immobilien- und Betriebswirtschaft,
  • Finanz- und Versicherungswirtschaft,
  • Kaufmännische

Bei abgeschlossener Berufsausbildung ist in den Zertifizierungsbereichen folgende praktische Tätigkeit erforderlich:

Zertifizierungsbereich A
Marktwertermittlung für Immobilien

  • eine mindestens fünf jährige Tätigkeit als Sachverständiger für Immobilienbewertung bzw. schwerpunktmäßige Mitwirkung bei der Erstellung von Gutachten im Bereich der Immobilienbewertung innerhalb der letzten sieben Jahre vor Antragstellung.

Zertifizierungsbereich  B
Marktwertermittlung für Standardimmobilien (S)

  • eine mindestens fünf jährige Tätigkeit als Sachverständiger für Immobilienbewertung bzw. schwerpunktmäßige Mitwirkung bei der Erstellung von Gutachten im Bereich der Immobilienbewertung innerhalb der letzten sieben Jahre vor Antragstellung.

Zertifizierungsbereich C
Marktwertermittlung für Standardimmobilien – Wohnen (W)

  • eine mindestens dreijährige praktische Tätigkeit überwiegend im Bereich der Immobilienbewertung (z.B. auch im Rahmen § 34c und i GewO) innerhalb der letzten fünf Jahre vor Antragstellung und
  • ein Nachweis über Zusatzqualifizierungen im Zertifizierungs­bereich mit einem Gesamtumfang von mindestens 100 Unterrichtseinheiten und einem für die Zertifizierungsprüfung relevanten Leistungsanteil. Anrechnungsfähige Zusatzqualifizierungen können Fachfortbildungen, Lehrgänge oder Seminare im Fachgebiet Immobilienbewertung sein.

Der Sachverständige hat in geeigneter Weise glaubhaft zu machen, dass die geforderte praktische Tätigkeit ausgeübt wurde (siehe Antragsformular). Für den Nachweis der Sachverständigentätigkeit in der Immobilienbewertung kann eine Liste über erstellte Gutachten angefordert werden. In dieser Liste aufgeführte Gutachten sind auf Anforderung in anonymisierter Form vorzulegen. Bei einem im Angestellten- oder Dienstverhältnis stehenden Antragsteller ist eine Bestätigung des Arbeitsgebers erforderlich (siehe Antragsformular).

Gleichwertige Eignung

Im Einzelfall können Antragsteller eine Überprüfung der gleichwertigen Eignung zu den oben genannten Qualifikationen beantragen, wenn z. B.:

  • anrechnungsfähige Qualifikationen im Fachgebiet Immobilienbewertung in geeig­netem Umfang mit einem nachprüfbaren Leistungsanteil nachgewiesen werden,
  • einschlägige Veröffentlichungen und in Umfang sowie Anspruch überdurchschnitt­liche Gutachterleistungen auf dem Gebiet der Immobilienbewertung nachgewiesen werden.

Der Antragsteller hat den Antrag formlos schriftlich mit den entsprechenden Nachweisdokumenten bei der Zertifizierungsstelle einzureichen.

Die Entscheidung über die Anerkennung einer gleichwertigen Eignung trifft die Leiterin der Zertifizierungsstelle gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.